SKGLB 2015plus

Kurzfassung

Zielsetzung

Ziel dieser Diplomarbeit ist es, auf Grundlage der derzeitigen und zukünftigen Rahmenbedingungen in der Region ein integriertes technisches Konzept für eine allfällige Wiedererrichtung der Salzkammergut Lokalbahn (kurz SKGLB) unter Einbeziehung der technischen, logistischen, wirtschaftlichen, touristischen, etc. Parameter zu definieren, auf welchem ein kosteneffizienter, den Erfordernissen entsprechender Betrieb ermöglicht wird.

Methodik

Zuerst wurde ein Vergleich der möglichen Betriebsformen angestellt und einer eingehenden Analyse unterzogen. Anschliessend wurden die grundlegenden technischen Parameter unter Berücksichtigung des zukünftigen Betriebskonzeptes definiert. Diese technischen Parameter wurden dann auf die Trassenentwürfe aus den Diplomarbeiten von DI Gertraud Grössinger und DI Susanne Schwaighofer angewendet, um die Trasse zwecks Optimierung auf die in dieser Diplomarbeit getroffenen Prämissen zu adaptieren.

Resultate

Auf Grund der durchdachten Konzepte zur Errichtung eines Regional-Stadtbahn-Netzes im Zentralraum der Stadt Salzburg sieht dieses Konzept die Wiedererrichtung der "Ischlerbahn" als moderne Regional-Stadtbahn in Normalspur (1435 mm) - unter Wahrung der technischen Kompatibilität mit der Salzburger Lokalbahn auf Grund der angedachten Einbindung in den Salzburger Lokalbahnhof (und weiter in den geplanten Innenstadt- Tunnel) - vor. Zwischen Salzburg und Eugendorf sowie im Bereich Mondsee ist zur besseren regionalen Erschliessung, in Bad Ischl zur Lösung des Problems der Ortseinfahrt an eine totale Neutrassierung gedacht. Ansonsten ist weitestgehend eine bestandsnahe Trassierung vorgesehen. Zur schnelleren Realisierung (Bauabschnittsplanung) sowie zur im Zuge des Betriebskonzeptes (Eilzug- und Güterverkehr) ist die Planung einer Verknüpfung mit der "Westbahn" im Bereich Eugendorf vorgesehen. Ein touristisch vielversprechender musealer Betrieb mit Originalfahrzeugen auf Dreischienengleis wurde berücksichtigt.

Schlussfolgerung

Um eine attraktive Verkehrsrelation anbieten zu können, ist eine maximale Fahrzeit von unter 90 Minuten (entsprechend ca. 45 km/h Fahrplanschnittgeschwindigkeit) im Regionalzugsverkehr und von unter 60 Minuten (entsprechend ca. 70 km/h Fahrplanschnittgeschwindigkeit) im Eilzugsverkehr zwischen Salzburg Hbf und Bad Ischl Hbf anzustreben, was in weiterer Folge auch weitreichende Auswirkungen auf die Streckentrassierung (Streckenhöchstgeschwindigkeit zwischen 80 und 120 km/h) und somit auch auf die Bogenradien sowie das Fahrzeuganforderungsprofil (Antriebsleistung!) hat. Des weiteren ist eine Dichte Folge von Haltestellen anzustreben, um das Fahrgastpotential möglichst optimal auszuschöpfen.


Weitere Schritte

Wie schon oben ersichtlich, ist bis zum vollständigen Abschluss dieses Projektes noch einiges zu tun.

Eine umfassende, grobe Trassen-Projektierung wurde bereits vorgenommen. Diese ist nun durch eine detaillierte Trassierung der Strecke im Hinblick auf ihre Machbarkeit hin im Detail zu überprüfen. Wo Streckenabschnitte aus den Diplomarbeiten von DI Gertraud Grössinger und DI Susanne Schwaighofer übernommen wurden, sind diese zum Teil auf Grund geänderter Prämissen geringfügig zu adaptieren.

Erst auf Basis der auf die Trassierung folgenden Untersuchungen können genauere Aussagen zum Thema der Wirtschaftlichkeit getroffen werden.